Circus Roncalli - das ist der Circus, der kein Circus ist; eine Show, die keine Show ist; Theater, das kein Theater ist - das ist eine Vorstellung, die ihre Zuschauer in den Bann zieht, ein poetisches Schauspiel für Jung und Alt, ein fesselndes Narrenstück, eine märchenhafte Reise in die Tiefe unserer Herzen, ein sanfter Kuss für die Seele.
Vor 33 Jahren begann 1976 „das Wunder Roncalli“ (Geo). Seither hat der Circus über achtzehn Millionen Menschen verzaubert, begeistert sein Publikum in Deutschland, Österreich, Dänemark, Russland, Belgien und Spanien. Und wie kein zweites Unternehmen hat Roncalli die internationale Circusszene inspiriert, fand Nachahmer von Schweden bis Italien, von Moskau bis Marokko. Roncalli - das ist vor allem Bernhard Paul (61), Direktor, Regisseur, Gestalter und Manager in einem. Geboren und aufgewachsen in Österreich, Kunststudium in Wien, anschliessend Art Director einer internationalen Werbeagentur. Schon als Kind träumte er vom Circus, von einer fremden Welt, die so bunt und anders war als seine Heimat. Besessen sammelte er Plakate, Bücher und Programme, baute Circusmodelle und gab Vorstellungen im Familienkreis. Mitte der 70er Jahre fand er einen alten Circuswagen. Mit seiner Restaurierung begann der Traum Wirklichkeit zu werden... Dabei war es nicht zeitgeistiges Kalkül, das ihn bei der Konzeption von Roncalli trieb, sondern allein die Liebe zum Circus. Der Detailbesessene wollte endlich den idealisierten Circus seiner Kindheit realisieren, den er in seiner Phantasie hundertmal erträumt hatte und dessen Helden Grock, Charlie Rivel, Sarrasani, Schumann, Knie er in unzähligen Berichten und Erzählungen begegnet war.
Bernhard Paul schwebte ein „neues, poetisches Spektakel“ vor, ein Theatercircus oder Circustheater, ein Gegenvorschlag zur Erstarrung der Circus- und Theaterszene. Und auf Anhieb gelang das Experiment. Schon nach der Welturaufführung am 18. Mai 1976 in Bonn jubelten die Zeitungen: „Der Circus ist tot. Es lebe der Circus!“
Seither hat Roncalli einen unvergleichlichen Siegeszug erlebt, wird Jahr für Jahr von 500 000 Menschen besucht. Der Circus schaffte den Sprung von den Lokalseiten ins Feuilleton, machte aus circensischer Körperkunst einen Kunstkörper, lockte neben dem traditionellen Familienpublikum auch wieder Jugendliche, Intellektuelle und Künstler (Andy Warhol, Keith Haring, Leonard Bernstein, Sting, Siegfried & Roy, David Copperfield u.v.a.m.) in das Circuszelt.
Sie erlebten nicht Löwen, die durch Feuerreifen springen, Schimpansen auf Motorrollern oder schrille Clowns, sondern „Die größte Poesie des Universums“, „Die Reise zum Regenbogen“, „Commedia dell'Arte“, „Salto vitale“ und „Theatro Paradiso“ (so Roncallis Programmtitel). Ein roter Faden vom Vorspiel bis zum Finale, humoreske Zwischenspiele, liebevolle Übergänge, phantastische Kostüme wie aus dem Märchenbuch. Ein Programm, das mehr ist als die Abfolge artistischer Nummern.
Ein Circusstück sowie ein Stück Circus. Eine Inszenierung, die die Vitalität des modernen Theaters ebenso nutzt wie die Elemente der Pantomime, der Kleinkunst, des Kabaretts und der modernen Musik. Bernhard Paul engagierte den Licht-Designer der Royal Shakespeare Company für die Konzeption des aufwändigen Theaterlichts, den Hofschneider Lambert Hofer aus Wien für die Anfertigung der Uniformen, den Schneider der englischen Königin für die Livrees der Reiter, die international bekannte Kostümbildnerin Maria Lucas für den Enwturf von Roncallis Traumkleidern.
120 Artisten, Musiker, Requisiteure und Mitarbeiter zeigen 450 Vorstellungen im Jahr, erwirtschaften einen Umsatz von über 15 Millionen Euro. „Was man mit Liebe macht, wird auch geliebt“, erklärt Bernhard Paul den Erfolg seines Circus Roncalli. Und die angesehene Wochenzeitung „Die Zeit“ schreibt: „Wie Grock zum König der Clowns geworden ist, Harry Houdini zum Inbegriff des Entfesselungskünstlers, so ist der Circus Roncalli zum Synonym für die Erneuerung der Circuskunst geworden.“
Und längst ist Roncalli nicht mehr nur gleich Circus Roncalli: Seit 1992 gehört Bernhard Paul auch zu den Erneuerern der Varietékultur in Deutschland und eröffnete (gemeinsam mit André Heller) das Varieté Wintergarten in Berlin, dem 1997 mit seither immensem Erfolg das Apollo Varieté Düsseldorf folgte. Weitere Projekte sind gemeinschaftliche Musik- & Circusprojekte mit den „Höhnern“ und der „Kelly Family“, seit 2002 das Projekt „Circus meets Classic“, das hochklassige Artistik mit klassischer Musik verbindet, sowie die jährliche Durchführung des Hamburger Weihnachtsmarktes, auf dem sich alljährlich im Dezember bis zu 3 Millionen Menschen in
Roncallis Weihnachtswelt entführen lassen.
Am 17. April um 20 Uhr und am 23. April um 15 Uhr wird es NWZ-Card-Vorführungen geben. Zu diesen Vorführungen erhalten NWZ-Card-Inhaber 30 % Rabatt.