Oldenburger Schallplattenbörse

Tonträger aus allen Musikrichtungen seit den 50er Jahren bis heute

Sie hat sich zu einer festen Größe für die immer zahlreicher werdenden Vinyl- Fans im Nordwesten, von den Inseln bis über Bremen hinaus, entwickelt. Die Rede ist von der Oldenburger Schallplatten-Börse, die am Sonntag, den 21. Januar stattfindet. Über 50 Aussteller bieten an diesem Tag in den Weser-Ems-Hallen  ein riesiges Angebot an Tonträger aus allen Musikrichtungen seit den 50er Jahren: Von leicht angestaubten Liedgut aus den 50er bis 90er Jahren auf den guten, alten Vinyl- Singles und LP’s bis hin zu den aktuellsten Tonträgern aus den Charts auf CD.

Ob man nun Raritäten sucht (für manche Platten kann man schon mal 100 € oder mehr anlegen) oder aber Tonträger für kleines Geld (CDs und LPs gibt es schon ab 50 Cent); die Veranstaltung ein Muss für jeden, der Ohren hat.

Also unbedingt vorbeikommen am Sonntag, 21. Januar (11-16 Uhr) zur Oldenburger Schallplatten- Börse in den Weser-Ems-Hallen am Europaplatz.

Schallplatten-Börsen gibt es ungefähr seit Anfang der 80er Jahre. Entstanden aus kleinen Tauschzirkeln, meist im Bereich der Fan-Clubs und fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit, entwickelten sie sich rasch zu Veranstaltungen, die die größten Hallen der Städte mit Tonträgern füllten. Die Besucher warteten oftmals in hundert Meter langen Schlangen und fieberten dem Einlass entgegen.

Damals drehte sich alles nur um die guten, alten LPs und Singles aus schwarzem Vinyl (so genannt nach deren chemischer Zusammensetzung). Damit musste man sorgsam umgehen, damit sie nicht  verkratzten und rauschten.

Sammlerstücke und Sonderpressungen, preiswerte gebrauchte Scheiben und aktuelle Neuerscheinungen bildeten den Kern des Börsenangebotes, auch waren die heute fast vergessenen Schellack-Platten noch dabei. Musik-Kassetten hatten gerade die älteren Tonbänder abgelöst, an CDs dachte da noch kein Mensch.

Zwischenzeitlich hat ja der weltweite Siegeszug der CDs die gute, alte Schallplatte so gut wie verdrängt. Jetzt aber befindet ist die CD selbst schon wieder im Rückzug (ja,  Downloads, Musikfiles als öde Datei auf dem Rechner oder nervenden Klingelton).

Außer in kleinen und wenigen Secondhandläden oder versteckt in Medien-Märkten sind Schallplatten nur noch bei Plattenbörsen zu bekommen. Nun ja, auch im Internet, aber siehe unten.

Mittlerweile macht Vinyl wieder etwa zwei Drittel des Angebotes aus, die meisten davon sind Scheiben aus schon längst vergangenen Zeiten. Die Börsen sind so meist die letzte Rettung für die Fans der Schallplatten, von denen viele darauf schwören, dass Platten die beste Tonqualität aller Musikträger haben.

CDs sind nun noch mit etwa einem Viertel vertreten, Second-Hand zu Superpreisen oder aber neu und dann auch viel günstiger als im Laden.

So verteilt sich das Interesse der Besucher gleichmäßig auf alle Tonträgerarten, wobei DVDs in letzter Zeit eine immer größere Bedeutung einnehmen.

Alle erdenklichen Fan-Souvenirs wie Bücher, Autogrammkarten, Zeitschriften, Shirts, Poster, Kalender ergänzen das Börsenangebot. Es gibt auch eine große Auswahl an Fachzubehör (Preiskataloge, Hüllen, Aufbewahrungssysteme).

Der Siegeszug des Internets ist nicht spurlos an den Börsen vorbeigegangen, aber: Mühevoll mitbieten und Mails verschicken und dann noch teures Porto bezahlen, das gibt es bei der Börse einfacher und günstiger. Und wer Vinyl-Platten übers Internet kauft, ist selber schuld: Er kauft bezüglich des Zustandes der Platte und der Hülle die ,Katze im Sack’. Daher erleben die Börsen in letzter Zeit einen erfreulichen Aufschwung und Zuspruch.

Schallplatten-Börsen sind also schon einen Besuch wert, auch wenn man keinen konkreten Musikwunsch hat, erst einmal nur suchen und stöbern oder sich mit Gleichgesinnten zu einem Plausch treffen will. Auch besteht die Möglichkeit, die eigenen Tonträger als Tauschmaterial mitzubringen oder diese an andere Besucher oder die Aussteller zu verkaufen.

Informationen

Beginn:
11:00 Uhr

Ende:
16:00 Uhr

Veranstaltungsort:
Foyer 2 Kongresshalle

Tickets:

Veranstalter:
Agentur Lauber
Lewitstraße 39
40547 Düsseldorf