Oldenburger Schallplattenboerse

Tonträger aus allen Musikrichtungen seit den 50er Jahren bis heute

Am Sonntag, den 16. September ist es soweit und die Oldenburger Schallplatten- Börse wird die Musikfans im Nordwesten wieder in die Weser-Ems-Halle ziehen.

Über 50 Aussteller bieten an diesem Tag ein gigantisches Angebot an Schallplatten, CDs, DVDs und Fan-Souvenirs. Dass Vinyl-Platten wieder im Kommen sind ist längst kein Geheimnis mehr. Klar, dass die Börse die beste Gelegenheit ist, sich mit echter Musik einzudecken, denn leider gibt es kaum noch Plattenläden in denen man Musikkonserven kaufen kann, und das Internet ist für Vinylfans sowieso keine Alternative.

Schallplatten-Börsen gibt es ungefähr seit Anfang der 80er Jahre. Entstanden aus kleinen Tauschzirkeln, meist im Bereich der Fan-Clubs und fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit, entwickelten sie sich rasch zu Veranstaltungen, die die größten Hallen der Städte mit Tonträgern füllten. Die Besucher warteten oftmals in hundert Meter langen Schlangen und fieberten dem Einlass entgegen.

Damals drehte sich alles nur um die guten, alten LPs und Singles aus schwarzem Vinyl (so genannt nach deren chemischer Zusammensetzung). Damit musste man sorgsam umgehen, damit sie nicht  verkratzten und rauschten.

Sammlerstücke und Sonderpressungen, preiswerte gebrauchte Scheiben und aktuelle Neuerscheinungen bildeten den Kern des Börsenangebotes, auch waren die heute fast vergessenen Schellack-Platten noch dabei. Musik-Kassetten hatten gerade die älteren Tonbänder abgelöst, an CDs dachte da noch kein Mensch.

Zwischenzeitlich hat ja der weltweite Siegeszug der CDs die gute, alte Schallplatte so gut wie verdrängt. Jetzt aber befindet ist die CD selbst schon wieder im Rückzug (ja,  Downloads, Musikfiles als öde Datei auf dem Rechner oder nervenden Klingelton).

Außer in kleinen und wenigen Secondhandläden oder versteckt in Medien-Märkten sind Schallplatten nur noch bei Plattenbörsen zu bekommen. Nun ja, auch im Internet, aber siehe unten.

Mittlerweile macht Vinyl wieder etwa zwei Drittel des Angebotes aus, die meisten davon sind Scheiben aus schon längst vergangenen Zeiten. Die Börsen sind so meist die letzte Rettung für die Fans der Schallplatten, von denen viele darauf schwören, dass Platten die beste Tonqualität aller Musikträger haben.

CDs sind nun noch mit etwa einem Viertel vertreten, Second-Hand zu Superpreisen oder aber neu und dann auch viel günstiger als im Laden.

So verteilt sich das Interesse der Besucher gleichmäßig auf alle Tonträgerarten, wobei DVDs in letzter Zeit eine immer größere Bedeutung einnehmen.

Alle erdenklichen Fan-Souvenirs wie Bücher, Autogrammkarten, Zeitschriften, Shirts, Poster, Kalender ergänzen das Börsenangebot. Es gibt auch eine große Auswahl an Fachzubehör (Preiskataloge, Hüllen, Aufbewahrungssysteme).

Der Siegeszug des Internets ist nicht spurlos an den Börsen vorbeigegangen, aber: Mühevoll mitbieten und Mails verschicken und dann noch teures Porto bezahlen, das gibt es bei der Börse einfacher und günstiger. Und wer Vinyl-Platten übers Internet kauft, ist selber schuld: Er kauft bezüglich des Zustandes der Platte und der Hülle die ,Katze im Sack’. Daher erleben die Börsen in letzter Zeit einen erfreulichen Aufschwung und Zuspruch.

Schallplatten-Börsen sind also schon einen Besuch wert, auch wenn man keinen konkreten Musikwunsch hat, erst einmal nur suchen und stöbern oder sich mit Gleichgesinnten zu einem Plausch treffen will. Auch besteht die Möglichkeit, die eigenen Tonträger als Tauschmaterial mitzubringen oder diese an andere Besucher oder die Aussteller zu verkaufen.

Der Eintritt ist günstig (3 Euro), und da die Veranstaltung sonntags stattfindet, hat man sicher genug Zeit, sich ins Börsengeschehen zu stürzen.

Informationen

Einlass:
ab 11:00 Uhr

Beginn:
11:00 Uhr

Ende:
16:00 Uhr

Veranstaltungsort:
Halle 1 / Kongresshalle

Eingang:
Foyer Kongresshalle

Tickets:

Veranstalter:
Agentur Lauber
Lewitstraße 39
40547 Düsseldorf