Sinfonie-Konzert des Oldenburgischen Staatstheaters

Pavel Haas (1899—1944): Scherzo triste op. 5
Frédéric Chopin (1810—1849): Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 e-Moll
Nikolai Rimski-Korsakow (1844—1908): ,Scheherazade‘, Sinfonische Dichtung

Der tschechische Komponist Pavel Haas schrieb sein Scherzo triste 1921 zum Abschluss seiner Studien bei Leoš Janáček, dessen stilistischer Einfluss unüberhörbar ist. Bereits der widersprüchliche Titel weist auf den ebenso überbordenden wie melancholischen Charakter des Stücks hin, dessen ausdrucksstarke und bildhafte Musiksprache keinen Zweifel an Haas‘ besonderer Liebe zur Bühnen- und Filmmusik lässt.

In der Musikgeschichte gilt Chopin gemeinhin als der große Träumer und es nimmt nicht wunder, dass gerade er das Genre „Nocturne“ so bekannt gemacht hat. Auch das Klavierkonzert in e-Moll, das Chopin zwanzigjährig im Jahre 1830 komponierte, erschließt eine musikalische Traumwelt, in der der zweite Satz den Nocturnes für Soloklavier besonders nahe steht.

Die wohl populärsten Nachtstücke der Weltliteratur lieferte die arabische Geschichtenerzählerin Sheherazade, die sich tausendundeine Nacht lang um Kopf und Kragen redete. Viele Komponisten griffen diesen literarischen Schatz begeistert auf, darunter Nikolai Rimski-Korsakow, der in seiner 1888 entstandenen Sinfonischen Dichtung russische und orientalische Elemente verknüpfte. Mit ihrem immer wiederkehrenden Violin-Motiv voller Sogkraft umgarnt Sheherazade nicht nur den grausamen Sultan: Sie entführt alle Zuhörer in ihre, auch an musikalischen Schätzen reiche, arabische Märchenwelt.

Dirigent: Hendrik Vestmann
Solistin: Yulianna Avdeeva
Oldenburgisches Staatsorchester
Informationen

Einlass:
ab 17.00 Uhr

Beginn:
18:00 Uhr

Ende:
20:15 Uhr

Veranstaltungsort:
Halle 1 / Kongresshalle

archivierte Veranstaltung


Veranstalter:
Oldenburgisches Staatstheater
Theaterwall 28
26122 Oldenburg